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Informationssicherheit in der Lieferkette

Erstellt von Rene Telemann |

Wenn Vertrauen zur Währung wird und Sicherheit zur neuen Effizienz.

Die Wahrheit: Logistik ist längst kein Transportgeschäft mehr.

Sie ist eine digitale Nervenkette, die Unternehmen verbindet und im schlimmsten Fall gemeinsam zu Fall bringt. Jede Sendung, jedes Portal, jedes ERP-System: eine Datenader. Und jedes Glied, das nicht geschützt ist, wird zum Einfallstor, für Angriffe, Stillstände, Vertrauensverluste.

Was früher eine Panne war, ist heute ein Incident: Logistik ist längst kein reines Transportgeschäft mehr. Sie ist eine digitale Nervenkette, die Unternehmen verbindet – und im schlimmsten Fall gemeinsam zu Fall bringt. Jede Sendung, jedes Portal, jedes ERP-System: eine Datenader. Und jedes ungeschützte Glied wird zum Einfallstor.

1) Die Wahrheit: Die Lieferkette ist IT – ob man will oder nicht

Wer Informationssicherheit als „Sache der IT“ betrachtet, spielt nach alten Regeln. In vernetzten Stückgut- und Speditionsnetzwerken sind Datenflüsse operativ: Aufträge, Statusmeldungen, Scans, Track-&-Trace, Zeitfenster, Abrechnung alles hängt an Systemen, Schnittstellen und Identitäten.

2) Das Risiko fährt mit und kostet mehr als Diesel

Cyberangriffe auf Spediteure und Stückgutnetzwerke haben in den letzten zwei Jahren spürbar zugenommen: manipulierte Lieferdaten, verschlüsselte Server, blockierte Routen und plötzlich steht nicht nur ein LKW, sondern die gesamte Lieferkette.

Einordnung: Laut ENISA können Angriffe in Supply Chains bis zu 45 % höhere Folgekosten verursachen als Einzelvorfälle. Der größte Schaden ist oft nicht technisch sondern der Vertrauensverlust zwischen Partnern.

3) Informationssicherheit ist ein Effizienzfaktor kein Auditballast

Viele Unternehmen sehen Sicherheit als Pflicht, Kostenblock oder „Papier“. Dabei ist ein gelebtes ISMS nach ISO 27001 oder TISAX vor allem eines: ein Werkzeug für stabile Abläufe. Wer Informationsflüsse kennt, steuert präziser, reagiert schneller und produziert weniger Chaos.

Wo Effizienz entsteht (konkret):

  • Prozessklarheit: Klare Rollen, klare Wege, keine Zuständigkeiten im Nebel.
  • Saubere Schnittstellen: Geprüfte Datenflüsse statt Excel-Anhänge per Mail.
  • Resilienz: Wenn Systeme ausfallen, läuft der Betrieb weiter, weil es Notfallpläne gibt.
  • Auditfähigkeit: Nachweise on demand: weniger Diskussionen, mehr Ausschreibungen.

4) Sicherheit rechnet sich sogar messbar

Unternehmen, die Informationssicherheit ernsthaft umgesetzt haben, berichten über messbare Effekte:

  • 20–30 % geringere Prozesskosten durch definierte Abläufe
  • bis zu 40 % schnellere Reaktionszeiten bei Störungen
  • höhere Kundenzufriedenheit durch stabile Informationsflüsse
  • Zugang zu neuen Aufträgen durch Auditnachweise

Was anfangs wie Aufwand aussieht, entpuppt sich als Profithebel. Denn jedes saubere System spart Geld, Zeit und Nerven. Sicherheit ist damit kein Kostenfaktor, sondern ein Renditefaktor.

5) Die Branche zeigt es längst

Kooperationen wie IDS Logistik oder Konzerne wie Dachser, DB Schenker oder Kühne + Nagel investieren seit Jahren in systematische Sicherheitsstrukturen. Nicht nur, weil sie müssen sondern weil sie verstanden haben: Informationssicherheit ist das Rückgrat operativer Effizienz.

IDS vernetzt über 50 Partnerhäuser mit systemgestützten Stückgutverkehren in Deutschland und Europa. Ohne sichere Schnittstellen, klare Zugriffsrechte und definierte Prozesse wäre das nicht skalierbar. Sicherheit ist kein Zusatz, sie ist das Betriebssystem moderner Logistik.

6) Von Pflicht zu Profil: Der Kulturwandel

Wer Informationssicherheit als Checkliste begreift, bleibt im Audit stecken. Wer sie als Haltung lebt, baut sich einen Wettbewerbsvorteil: Sicherheit schafft Vertrauen und Vertrauen ist das Gut, das sich nicht lagern lässt, aber alles bewegt.

Unternehmen, die heute investieren, sind morgen die, die nicht erklären müssen, warum sie nicht liefern konnten.

7) NIS2, CRA & Co.: Regulierung wird Realität

Mit der NIS2-Richtlinie und dem Cyber Resilience Act wird Informationssicherheit von der Empfehlung zur Pflicht. Wer erst reagiert, wenn der Gesetzgeber ruft, bezahlt doppelt mit Geld und Reputation.

Die Gewinner sind die, die jetzt Strukturen schaffen, statt später Schadensbegrenzung zu betreiben.

8) Informationssicherheit ist die neue Logistikqualität

Effizienz, Stabilität und Vertrauen sind kein Widerspruch mehr – sie sind das Dreieck der Zukunftsfähigkeit. Ein ISMS ist kein Selbstzweck, sondern das Fundament dafür, dass die Lieferkette nicht nur fährt, sondern funktioniert.

💡 Unser Ansatz

Wir verbinden technische Tiefe mit strategischer Umsetzungskompetenz. Von Firewalls bis ISO 27001, von Endpoint bis Audit. Wir sprechen nicht über Sicherheit, wir implementieren sie. Mit Konzept, System und Haltung.

Denn Informationssicherheit ist kein Zustand. Sie ist eine Entscheidung.

👉 Lassen Sie uns sprechen: Wie Sie Ihre Lieferkette sicher, effizient und auditfähig aufstellen bevor andere merken, dass genau das der Unterschied ist.

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